Plündert der Internationale Währungsfond Österreich?
Quelle: unzensuriert.at
Österreich ist Mitglied des Internationalen Währungsfonds. Diesem kommt die Rolle zu, die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Ein komplexes und teures Unterfangen, an dem sich Österreich beteiligt – ob es will oder nicht. Der IWF hat Zugriff auf das Geld der Österreichischen Nationalbank.
Sonderziehungsrechte
Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Verrechnungswährung ähnlich der früheren ECU. Mittels dieser Sonderziehungsrechte sollen Liquiditätsengpässe vermieden werden. Die sind momentan nahezu allgegenwärtig. Staaten wie Frankreich und möglicherweise Österreich wird es zukünftig schwerer fallen, sich zu refinanzieren. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Bonität der Republik herabgestuft und wird diesen Vorgang in den nächsten Monaten vielleicht wiederholen. Das lässt die Refinanzierungskosten ansteigen. Denkbar ist, dass nicht einmal alle ausgegebenen Staatsanleihen „platziert“ werden können – also einen Käufer finden werden.
Devisen fließen ab
Für ebensolche Situationen sind Sonderziehungsrechte geschaffen worden. Ein Club mehr oder weniger exklusiver Länder kann Liquidität aus fremden Staaten abrufen. In beträchtlichem Umfang, aber nicht grenzenlos, wie das Bundesministerium für Finanzen in einer Anfragebeantwortung einräumt: „Den Zugriffsrechten des IWF auf die Devisenreserven eines Landes sind zwei Grenzen gesetzt: einerseits die Grenze des dreifachen der zugeteilten SZR und andererseits der Finanztransaktionenplan, in den nur Länder ohne außenwirtschaftliche Probleme aufgenommen werden. Sollte Österreich also Zahlungsbilanzprobleme bekommen, dann müssen keine SZR im Austausch für Devisen angenommen werden.“
Vorbild Schweiz
Während die Schweiz mit ihren Devisenreserven sagenhafte Gewinne erwirtschaftet, kann es sein, dass Österreichs Devisen teilweise abfließen. Der Beitrag der Republik zur Rettung der Weltwirtschaft nimmt immer unüberschaubarere und schwerer zu durchblickende Formen an. Die Beteiligung am Euro-Rettungsschirm schlägt mit mehr als 20 Milliarden Euro zu Buche. Der Europäische Stabilitätsmechanismus wird geschaffen. An den Hilfen des IWF ist der Steuerzahler ebenfalls beteiligt, und Sonderziehungsrechte kommen ebenfalls hinzu. Die Schweiz und ihre Politiker zeigen, dass es auch anders ginge – wenn die Politik es denn wollte. Anstatt sich an Pleitestaaten zu ketten, ist der Alpenstaat nahezu eine Oase der finanziellen Seligkeit. Es geht auch ohne Euro und Haftungen, man muss nur wollen.
